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Gedanken zum Monatsspruch Februar 2012
Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. 1.Korinther 10,23-24
Alles ist erlaubt! Das schreibt Paulus im 1.Korintherbrief. Alles ist erlaubt? Da möchte man als guter Christ doch erst mal fragen: Paulus, hast du dich verschrieben? Hast du etwas zu viel getrunken? Paulus, du bist doch als Pharisäer erzogen und aufgewachsen, du hast doch in der obersten Liga in Israel mitgemischt. Die Erfüllung des Gesetzes stand bei dir an oberster Stelle. Und jetzt schreibst du: Alles ist erlaubt!? Keine Einschränkung durch das Gesetz!? Was hat sich denn eigentlich bei dir, lieber Paulus, geändert? Ja, würde Paulus jetzt antworten, da war die Begegnung mit dem Herrn Jesus Christus. Der Herr Jesus hat mein Leben völlig umgekrempelt: Er hat mir deutlich gemacht was Epheser 2,8-9 beschreibt: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ Selig oder gerettet aus Gnade! Gerettet, weil der allmächtige Gott schon vor Grundlegung der Welt eine Lösung für alle unsere Probleme hatte. Gerettet durch den Tod unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Der Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh beschreibt das 1927 in seinem Lied: „Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha, der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah, das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschen Schuld, das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ewger Huld. Nun in heilgem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha. Tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah, als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering, als für Sünder der Gerechte in des Todes Rachen ging. Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha, ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah, dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor; und die sonst des Todes Kinder, führt zum Leben er empor.“ Wir können uns nur vor diesem großen Gott beugen, ihm danken und ihn auch lieben. An dieser Stelle kommen wir zurück auf Paulus. Ich bin aus Gnade gerettet und deshalb will ich gar nicht mehr alles machen, obwohl es erlaubt ist. Ich will auf Jesus achten, will fragen, Herr Jesus, was würdest du jetzt machen? Ich will die Liebe, mit der er mich liebt, weitergeben und fragen: Wie kann ich die Menschen um mich herum aufbauen, wie kann ich ihnen helfen? Paulus fordert uns heraus: Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. Jetzt macht alles doch wieder einen Sinn. Aber bisher nur theoretisch. Wie sieht das bei mir in der Praxis aus? Da kann ich nur vor den Herrn Jesus treten und um ihn um Verzeihung bitten. Da kann ich nur bekennen: Herr, ich habe versagt! Ich habe mich selbst zum Maßstab gemacht, habe danach gestrebt was mir selber dient. Die Anderen waren mir egal. Da kann ich nur beten: Herr, öffne mir die Augen für die Menschen um mich herum. Herr, hilf du mir zu suchen was dem anderen dient. Ich möchte gerne im Februar 2012 neu lernen was das für mich persönlich heißt: Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. Ich würde mich freuen, wenn wir in der Gemeinschaft Kredenbach im Februar 2012 neu den Anderen entdecken, der in Not ist, der krank ist, der Hilfe braucht, der einsam ist, der am Leben und seinen Aufgaben verzweifelt. Lasst uns aufeinander zugehen und uns aufbauen, uns ermutigen diesem treuen Herrn Jesus Christus zu vertrauen. Bei IHM ist nichts unmöglich. Er macht alles gut! (Römer 8,28) Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
Euer Gerd
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